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Aktuelles Schuljahr

Die Schülerzeitung präsentiert: „Es ist egal, wie oft man fällt“ –die Schulskilernfahrt 2019

Die Schülerzeitung präsentiert: „Es ist egal, wie oft man fällt“ –die Schulskilernfahrt 2019

 

Eine einwöchige Reise mit den verschiedensten Stufen der Gesamtschule, den witzigsten Erlebnissen und großartigen Erfahrungen. Wisst ihr schon, worüber ich spreche? Natürlich über die Skifreizeit! Vom Freitag, dem 08.03. bis zum 16.03.2019 (Samstag) war ich auf meiner zweiten Skifreizeit und mir wurde immer noch nicht langweilig. Man wächst über sich hinaus und erlebt coole Sachen. Was man auf jeden Fall hier erlernt, ist das Skifahren. Aber was sonst noch?

In diesem Beitrag möchte ich euch die Skifreizeit näherbringen. Egal ob euch Schülern, Lehrern oder Eltern, einfach für jeden, der etwas über die Skifreizeit erfahren möchte.

Beginnen wir mit der Vorbereitung. Ich selber habe mich sechs Wochen vorher mit Skigymnastik auf die Skifreizeit vorbereitet, was ich natürlich jedem raten würde, da mir meine Knochen und Sehnen sehr wichtig sind und ich etwas vorsorgen wollte. Nicht, dass ich mir später selber die Schuld gebe, wenn mir eine Sehne gerissen ist. Aber Schluss mit dem Gerede, was einem alles Schlimmes beim Skifahren passieren könnte…

 Die Skifreizeit ist etwas Tolles, ein unschlagbarer Moment im Leben, voller Erfahrungen. Viele sehen die Skifreizeit als eine gute Möglichkeit an, um zusammenzukommen oder sich mehr miteinander zu beschäftigen, sowie sich sportlich zu betätigen. Für mich waren es immer gute Momente, um an mir zu arbeiten. Egal ob an dem Skifahren, an meinem Sozialverhalten oder um über meine Grenzen hinauszuschreiten. Einige sind wirklich in dieser Skifreizeit über sich hinausgewachsen und haben sich selbst übertroffen. Sie haben gelernt, andere zu akzeptieren, zu unterstützen und ihr Ausdauervermögen getestet. Es war einfach schön mit anzusehen, wie viel Spaß man beim Skifahren hat und die ganzen hilfsbereiten, fremden Skifahrer, die sofort zu einem kommen, um einem nach einem Sturz wieder aufzuhelfen. Das ist mir auch sehr oft passiert. Eine Situation bleibt mir dabei besonders in Erinnerung. Als ich gefallen bin, wieder aufstand und nicht in meinen Talski kam, war es ein toller Moment zu sehen, wie unglaublich groß ein Menschenherz sein konnte, als ein Mann auf mich zugefahren kam und ohne weiteres meinen Ski genommen hatte und meinen Fuß hineinsetzte. Es hat mir Hoffnung gegeben, dass jeder doch mal klein anfängt und irgendwann groß werden würde.

Das Witzige ist einfach, wenn man als Gruppe vorsichtig mit einem Lehrer runterfährt und kleine Österreicher an einem vorbeiflitzen sieht. Sie sind um einiges kleiner als die Jüngsten, die mit uns zur Skifreizeit kommen und schaffen es trotzdem, Ski zu fahren. Was ich auch vorab sagen möchte, ist, dass man natürlich fällt. Es ist ein krasser Sport, der aber unheimlich Spaß macht und ich bin auch unzählige Male in den beiden Skifreizeiten gefallen, aber was soll’s? Ich bin wieder aufgestanden und bin weitergefahren. Das ist ja auch der Sinn der Sache. Wie ein schlauer Lehrer mir gesagt hatte: Man sollte nicht verzweifeln. Wozu auch verzweifeln? Ich habe ziemlich spät angefangen, Ski zu fahren und habe das alles mit einer guten Truppe während der Skifreizeit zusammen aufgebaut. Das Einzige, was man wirklich haben sollte am Skifahren, ist der Spaß. Man sollte Spaß haben und mit jedem Fall eine Möglichkeit finden, weiterzukommen. Danke, an diesen Lehrer, der mir wirklich die Augen geöffnet hatte.

 

Aber jetzt mal wieder zur Skifreizeit allgemein und der Skifreizeit 2019:

Wir haben dieses Jahr eine Nachtfahrt unternommen, also sind wir am 08.03.2019 um 23 Uhr 45 vom Schulparkplatz an der Gesamtschule Gummersbach abgefahren und bis um circa 7 Uhr 40 bis nach Österreich gefahren. Wir waren sogar so früh da, dass noch nicht einmal die Gondeln aufgemacht haben und so steckten wir etwas im Tal fest und wollten alle nach einer anstrengenden Nachtfahrt in die Hütte und uns hinlegen, um uns auszuruhen.

Um 8 Uhr 30 konnten wir dann auch endlich mit unseren ganzen Koffern hoch zur Mittelstation, wo unsere Hütte stand, und bekamen sogar Frühstück. Nach dem Frühstück richteten wir uns in den Zimmern ein, in die wir stufenweise eingeteilt wurden. Jeder richtete sich nach seinem Belieben ein, wir bekamen Bettwäsche und haben unsere Betten gemacht.

Da die Lehrer, oder vor allem Herr Weber, Herr Jurzok und Frau Opper ziemlich unternehmenslustig sind, haben sie uns gefragt, ob jemand Lust hätte, nach dem Mittagessen etwas Wandern zugehen. Einige Schüler meldeten sich erfreut, so auch ich und am Nachmittag machten wir uns entspannt auf den Weg durch den Schnee, durch einen Wald um unsere Umgebung richtig kennenzulernen. Der Kurztrip war ziemlich witzig und manchmal bemerkten wir, wie tief der Schnee wirklich war. Allgemein war es ein schöner Ausflug direkt am Anfang der Skifreizeit. Wir haben sogar alle etwas von Herr Weber gelernt! Wie sauber die Luft war, hatte er uns erklärt, verdeutlicht uns die Flechten, die an den Bäumen hingen. Flechten entstanden durch die frische Luft und bestehen aus Pilz und Moos. Also dumm kommt man nicht von der Skifreizeit zurück und frische Luft hatte man da auch noch um sich. Sehr gut für unsere Lungen!

 

Vollkommen geschafft kamen wir dann nach unserem Trip über einen steilen Hang, den Wald, über einen Bach und an Holzhäuschen vorbei, wieder an der Hütte an und bekamen nun komplett die Zeit für uns. Nur um 18 Uhr sollten wir alle pünktlich zum Abendessen erscheinen. Grundsätzlich war es wichtig, dass man zu den Esszeiten und Skifahrzeiten pünktlich kam. Das war so ein unausgesprochenes Gesetz bei unserer Fahrt und das verstand auch jeder. Meistens.

Am ersten Skitag wurden wir in unsere Gruppen aufgeteilt. Anfänger, fortgeschrittene Anfänger und Fortgeschrittene/ Profis. Jeder hatte seinen Platz, um gut in das Skifahren reinzukommen.

Das Wetter war auch ziemlich schön, also hatten wir nichts zu meckern. Ich hatte sogar einen tollen Regenbogen oben gesehen! Ich fand es einfach wunderbar.

Die folgenden Skitage waren auch ziemlich gelassen. Wir bekamen gutes Essen. Die Leute, die kein Fleisch oder wegen der Religion etwas bestimmtes nicht essen durften, wurden respektiert und sie bekamen genauso leckeres Essen, wie alle anderen. Es war einfach eine unausgesprochene Harmonie zwischen der großen Gruppe, außer vielleicht einigen Reibereien, die natürlich bei so einer Gruppe, mit so vielen verschiedenen Menschen, passierten. Trotzdem gab sich jeder Mühe und sein Bestes, alles Positive herauszuholen, egal was andere über andere vermuteten.

Manchmal, als wir Skifahren waren, hatte der Wind so eine Stärke, dass einem sogar der Handschuh weggeflogen war, was uns alle etwas erschrocken und doch amüsiert hatte. Schöne Bilder haben wir alle machen können und an bestimmten Tagen durften wir sogar in das Tal und uns Kleinigkeiten für uns oder unsere Liebsten kaufen. Das Tal war auch nicht unheimlich groß, wo man sich hätte schnell verlieren konnte, sondern ziemlich übersichtlich und zu bestimmten Läden führten auch nur wenige Wege.

Egal was man aus der Skifreizeit mitnimmt und egal wie viel ich hier noch schreiben würde, ich könnte all die Momente gar nicht wirklich in Worte fassen, die da so passiert waren. Man muss es schon selbst erlebt haben, um wirklich zu verstehen, was diese Atmosphäre ausmacht, die man in einer Gemeinschaft fühlt, in der alle das gleiche Ziel haben: Ski zu fahren oder es endlich mal zu erlernen!

Und egal was man sich nach der Skifreizeit da so alles erzählte, Gerüchte, Witze oder Geschichten. Es sind wirklich nur Ausschnitte von einer Erfahrung, die man selten sammeln kann und dass unsere Schule das ermöglichen kann, ist schon ein großes Glück.

 

Man muss immer alles aus erster Hand erfahren und selbst erleben, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Und das vielleicht nicht nur in der Skifreizeit, um die es hier im Artikel nun mal geht. Sonst können Missverständnisse entstehen, oder man traut sich nicht, so etwas zu erleben. Wer weiß?

Für die Schülerzeitung: Maxima Andreea Hondru
Gütesiegel