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Aktuelles Schuljahr

Studienfahrt nach Wien

Die knapp zwölfstündige Fahrt mit dem Doppeldeckerbus begann schon am Sonntagabend, um den Montag für erste Aktivitäten zur Verfügung zu haben. Nach der Verteilung der Schülerinnen und Schüler und auch der Begleitpersonen Frau Ugurlu, Frau Oberdörster, Herr Wienhold und Herr Jung auf Hotel und Hostel, war die erste freie Zeit eingeplant, denn wir mussten mit dem Zimmerbezug noch etwas warten.

Egal wie die Zeit genutzt wurde, ob mit Stadterkundung oder Warten in der Lobby, anschließend stand der erste Programmpunkt an: ein Besuch im Hard Rock Café Vienna, wo ein gemeinsames Abendessen geplant war, dessen Qualität dann aber noch deutlich „Luft nach oben“ hatte.

Der Dienstag begann mit einer Stadtrundfahrt durch Wien. Die Stadt ist wirklich wunderschön mit ihren alten Fassaden und ist zu Recht eine der lebenswertesten Städte der Welt. Die Tour reichte vom Hundertwasserhaus zum Prater bis über die Donauinsel und wieder zurück zum Museumsquartier. Danach waren drei zeitgleiche Programmpunkte festgelegt, nämlich der Besuch der Hofburg, das Haus des Meeres und das Naturhistorische Museum Wien. Leider stellte sich heraus, dass das Naturkundemuseum dienstags geschlossen hat. Dieses Missverständnis entstand, da Schulgruppen freien Eintritt haben. Somit wurde dieser Programmpunkt kurzerhand auf den freien Donnerstagnachmittag verlegt. Die Hofburg und das Haus des Meeres konnten regulär besucht werden.

In der Hofburg befinden sich die Kaiserappartements, das Sissi-Museum und die Silberkammer der Kaiser, in denen viele Schätze vorzufinden sind. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei dem Haus des Meeres um Tiere in Aquarien und Terrarien, jedoch ist das sogenannte „Haus“ ein umfunktionierter Flakturm mit einer großartigen Dachterrasse mit Blick über ganz Wien. Bei dem Haus des Meeres bot sich auch ein Besuch auf dem Naschmarkt an, wo es Stände und kleine Restaurants, die eine Vielfalt an Essen anbieten, aber auch sehr überzeugende Verkäufer.

In Wien gibt es eine Besonderheit, die nur drei weitere Städte auf der Welt haben, nämlich, dass sich dort ein offizieller Amtssitz der UNO befindet. Wir hatten vor Ort eine Führung durch die sogenannte „UNO-City“ für den Mittwoch gebucht. Der Gebäudekomplex hat einen exterritorialen Status, was bedeutet, dass dieser Campus nicht den Gesetzen Österreichs unterworfen ist. Zum Beispiel gibt es dort von der Regierung unabhängige Sicherheitskräfte. Das Internationale Zentrum Wien ist Amtssitz der Internationalen Atomenergie-Organisation und der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung. Die futuristische Architektur und das Zusammentreffen vieler Personen unterschiedlicher Ethnie und Herkunft hinterlassen großen Eindruck, wenn man bedenkt, dass diese Menschen sich für den internationalen Zusammenhalt und Frieden einsetzen.

Nach der Führung durch die UNO-City, wurden nochmals die drei Programme von Dienstag angeboten und somit auch ein erster Besuch des Naturkundemuseums. Dort erstrecken sich die Ausstellungen von Mineralien und Gesteinen bis zur Zoologie, wodurch das Naturhistorische Museum Wien zu den größten naturkundlichen Museen der Welt gehört. Die Zahl der Ausstellungsstücke ist so hoch, sodass ein einziger Besuch nicht ausreicht.

Am Donnerstag vor dem Heimreisetag waren ebenfalls Programmpunkte über den ganzen Tag verteilt, beginnend mit einem Besuch im Schloss Schönbrunn, wo per Audioguide die Geschichten der einzelnen Räume des Schlosses erläutert wurden. Zudem wurde ein Einblick in das Leben am königlichen Hofe zur Zeiten des Kaiserpaars Franz Joseph I. und Elisabeth gegeben. Ein prunkvoll ausgestattetes Schloss mit Gemächern und dem sogenannten „Spiegelsaal“, der seinen Namen durch die zahlreichen an den Wänden hängenden Spiegel bekam und als Empfangssalon genutzt wurde. Auch der Schlossgarten beeindruckte uns durch seine Weitläufigkeit, Grünanlagen und Kunstwerke.

Am Abend stand das zweite Mal ein Besuch des Hard Rock Cafés an und im Vergleich zum Montag war der Service sichtlich bemüht, uns ein nettes Abendessen zu bescheren:) Danach begann der letzte Programmpunkt, nämlich der Besuch des Prater, einer Art Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften und dem berühmten Riesenrad, mit dem die ganze Stufe fuhr. Zwar waren zu der vorgerückten Stunde viele Schaugeschäfte schon geschlossen, doch fanden sich für uns noch genügend Attraktionen. In der Nacht ist der Prater besonders bunt durch seine vielen Lichter.

Am Freitag gegen 8.00 Uhr startete die Heimreise und endete ebenfalls knapp 12 Stunden später auf dem Schulparkplatz. Es war größtenteils sehr gelungene Stufenfahrt, die auf jeden Fall die Facetten Wiens herausgestellt hat. Die Stadt zeigt, dass Moderne und Geschichte perfekt harmonieren können. Die Reise kam bei Schülerinnen und Schülern und auch unseren Begleitern gut an und war als Abschlussfahrt eine runde Sache.

Emily Richter, Q1

 

 

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