Die Schülerzeitung präsentiert: Die Juniorwahl an der Gesamtschule Gummersbach

Der erste Gang zur Wahlurne

 

Ein Ereignis an unserer Schule, das der achten bis zwölften Klasse zeigt, wie es sich anfühlt, vor einer individuellen Entscheidung zu stehen, verantwortlich zu handeln und sich für das Wählerleben, was ihnen bevorsteht, zu wappnen. Für viele Schülerinnen und Schüler war es der erste Gang zur Wahlurne, der im Rahmen der Juniorwahl an unserer Schule stattfand.

Ich selbst war Wahlhelfer für die Juniorwahlen 2019, die sich auf die Europawahl bezogen haben und fand es ziemlich interessant zu sehen, was für eine Organisation hinter den Juniorwahlen steht. Plakate vorbereiten, Wahlurne zurecht bauen, Klassen nach den Stundenplänen zuordnen, ob sie in der jeweiligen Stunde zur Wahl können, Wahlbenachrichtigungen für jede Schülerin/jeden Schüler schreiben und während der Wahl für Ordnung sorgen. Es ist schon eine Menge an Organisation und Vorbereitung.

Und trotzdem lief alles glatt, vor allem mit der Hilfe der SoWi-LehrerInnen, die uns gut durch die Vorbereitungen und die Juniorwahl allgemein geleitet haben. Ein Dankeschön an sie und auch an die anderen Wahlhelfer, die ihr Bestes gegeben haben.

 

Schon mal von den Wahlgrundsätzen für die Europawahl gehört? Unmittelbar, frei, geheim und allgemein? Durch diese hat jeder Schüler bei dieser Wahl die Möglichkeit gehabt, sich unbeeinflusst hinter einer Wahlkabine zu stellen und sein eigenes, für sich richtiges Kreuz zu setzen. Auch wenn sich einige dazu entschlossen haben, andere im Flur darauf anzusprechen und laut für eine Partei zu werben, fand ich die Wahl sehr fair und den Wahlgrundsätzen entsprechend.

 

Warum wir überhaupt diese Wahl organisieren, habe ich schon zum Teil hier genannt. Zum einen sollen die Schüler sehen, wie eine Wahl abläuft, zum anderen aber auch, um den Politikern durch die Statistik entgegen zu treten und zu sagen, dass wir Jugendlichen sehr wohl interessiert an unsere Zukunft sind. Wir wollen z.B. durch „Fridays for Future“ ein Zeichen setzen und durch die Wahl verdeutlichen, dass wir es ernst meinen. Sie sollen ja nicht denken, dass wir politik- oder parteiverdrossen sind, obwohl wir manchmal doch wegen unserer Unwissenheit nur bekannte Parteien wählen. Wir zeigen, dass wir aktiv sind und das zählt!

 

Nun kommen wir zu den heiß ersehnten Wahlergebnissen, wenn ihr sie nicht schon im Internet gesehen habt:

https://www.juniorwahl.de/europawahl-2019.html

 

Alles in allem sehen wir, dass die Partei „Die Grünen“ haushoch an Beliebtheit unter den Jugendlichen gewonnen hat. Das zeigt uns unter anderem auch, dass die jungen Leute nicht nur bei „Fridays for Future“ für die Umwelt und die Zukunft kämpfen, sondern auch seriös bei den Juniorwahlen ihren Mut und ihren Willen gezeigt haben. Ich hoffe, die Politiker nehmen die Juniorwahlen ernst und als Chance für die Verbindung zum Politikinteresse der neuen Generation, weil die Zukunft nicht nur den Politikern gehört, sondern auch uns, den Jugendlichen und wir wollen gehört werden.

Oder werden wir in Zukunft nicht mehr politikverdrossen, sondern die Politik zukunftsverdrossen, sowie jugendverdrossen, weil wir uns nicht mehr gehört fühlen? Noch nicht einmal mit „Fridays for Future“, eine neue Art von Bewegung unter den neuen Generationen?

Für die Schülerzeitung: Maxima Andreea Hondru